PHP Optimierungen

Auf der Seite PHP Benchmark gibt es eine kleine Auflistung von PHP Optimierungen, die ganz gelungen sind. Natürlich ist die Optimierung von Code bis auf die letzte Zeile übertrieben, aber es schadet nicht ein paar Regeln zu beachten.

Referenzierungsoperators &

Im ersten Test wird der Einsatz des Referenzierungsoperators & geprüft. Als Ergebnis kommt heraus, dass bei eindimensionalen Arrays der Zugriff schneller erfolgt als bei mehrdimensionalen Arrays.

$value = &$simpleArray[$i]; // Laufzeit schneller
$value = $simpleArray[$i]; // als diese Variante

Im Gegenzug zu mehrdimensionalen Arrays:

$value = &$bigArray[$a][0][0][0] // Laufzeit langsamer
$value = $bigArray[$a][0][0][0] // als diese Variante

IF und Switch

Zwischen den Varianten gibt es keinen nennenswerten Laufzeitunterschied. Lediglich bei den Vergleichen mit Typisierung (===) gab es einen kleinen Vorteil.

Einfache vs. doppelte Anführungszeichen

Bei reine Strings macht es schienbar keinen Unterschied, ob einfache oder doppelte Anführungszeichen verwendet werden. Leider stimmt das nur, solange keine Variablen innerhalb des Strings ersetzt werden müssen. Ich habe das mal ausprobiert:

"aa $x aaaa $x aaaa $x a"; // 0.000581
'aa $x aaaa $x aaaa $x a'; // 0.000160
'aa '. $x. ' aaaa '. $x. ' aaaa '. $x. ' a'; // 0.000565
echo 'aa ', $x, ' aaaa ', $x, ' aaaa ', $x, ' a'; // 0.000378

Funktionen ISSET und EMPTY UND IN_ARRAY

Auch hier gab es keinen nenneswerten Sieger. Die Funktion in_array ist teurer als die anderen zwei und sollte nur auf existierenden Variablen aufgerufen werden.

is_array($gibtsNicht); // langsam (und PHP Notice: Undefined variable)
isset($gibsNicht) && is_array($gibtsNicht) // besser

 Schleifen

Ein Funktionsaufruf im Schleifenkopf ist keine gute Idee. Die vielen Aufrufe kosten sehr viel Laufzeit.

<code>for ($i=0; $i<count($x); $i++);</code> // ganz schlecht
$count=count($x);
for ($i=0; $i<$count; $i++); // super

Außerdem kostet der Befehl list ebenfalls sehr viel Laufzeit. Meiner Meinung nach sollte man diese Funktion nicht verwenden, da der Code dadurch schlecht lesbar wird:

while(list($key) = each($hash))... // langsam und schlecht lesbar
foreach($hash as $key=>$value)... // schnell

Gegen Ende des Beitrags wurde nochmal die Schleifen bzw. die Modifikation des Array betrachtet, über das iteriert wird. Das die for-Schleife in folgender Variante so schlecht abschneidet, hat mich doch sehr verwundert:

// 425%
foreach($aHash as $key=>$val)
  $aHash[$key] .= "a"; 
 
// 100%
$key = array_keys($aHash);
$size = sizeOf($key);
for ($i=0; $i<$size; $i++)
  $aHash[$key[$i]] .= "a";

Das schlechte Ergebnis wird aber durch die Operation .= verursacht, die den bestehenden Wert mit “a” konkateniert. Mit einer reinen Zuweisung läuft die foreach-Schleife sehr performant. Ich habe zusätzlich folgendes ausprobiert:

foreach($aHash as $key=>$val);  // 0.00001
foreach($aHash as $val);        // 0.000007
foreach($aHash as $key=>&$val); // 0.00023
foreach($aHash as &$val);       // 0.00024
foreach($aHash as $key=>$val)
  $aHash[$key] .= "a";          // 0.00024 (ursprüngliche Variante)
 
while(list($key) = each($aHash))
  $aHash[$key] .= "a";          // 0.00008 (ursprüngliche Variante)

Anmerkung: Das Array bestand ebenfalls aus 100 Elemente mit einer Schlüssellänge von 24byte und einem Wert mit 10k pro Eintrag.

Ich schätze, dass es damit zusammenhängt, dass die foreach-Schleife intern mit einer Kopie des Array arbeitet. Notiz an mich: Diesen Artikel mal genauer lesen: PHP internals: When does foreach copy?

Fazit

Ich glaube, dass die wenigsten Ergebnisse praxisrelevant sind. Bester Tip ist, dass man in Schleifenkopfen keine Funktionen aufrufen soll bzw. in Schleifen allgemein auf Funktionsaufrufe achten soll. Ein super Artikel fand ich auf ircmaxell’s blog im Artikel On Optimization in PHP. Code soll in erster Linie lesbar und somit besser warten sein. Außerdem wird dort die 90/10-Regel von R. Pattis erwähnt: “90% of a program’s execution time is spent in only 10% of its code.”. Die Kunst des Optimieres ist es also, die 10% des Codes in angemessener Zeit ausfindig zu machen…

 

 

 

Contao 2.11.0 verfügbar

Am 15.02.2012 wurde das Contao 2.11.0 Release veröffentlicht. Das Release ist das erste für die ein “Long-Term-Support” gilt, also mindestens 18 Monate gepflegt wird. Es wurde kräftig an Contao gearbeitet. Die wichtigsten Änderungen sind nachfolgend beschrieben:

  • Stylesheets können nun in die kombinierte CSS-Datei eingefügt werden:
    $GLOBAL['TL_CSS'][] = 'mystyle.css|screen|static';
  • Es gibt einige neue Hooks:
    • sqlCompileCommands
    • sqlGetFromFile
    • sqlGetFromDB
    • getCookie
    • getRootPageFromUrl
  • File-/Folder-Klasse: Die Klassen “File” und “Folder” haben die neuen Funktionen “chmod()” und “copyTo()” erhalten.
  • Die Anonymisierung von IP-Adressen kann im Backend kon­fi­gu­rie­rt werden.
  • Google-Webfonts können über ein neues Feld im Seitenlayout eingebunden werden, die dann als externes Stlyesheet geladen werden.
  • Erweiterte Optionen zur Bildverkleinerung
  • Bei den Backend-Passwörtern kann die Änderung des Passworts erzwungen werden.
  • Es wurden alle externen Plugins aktualisiert.
  • Die URLs der Seiten können nun auch in der Form domain.tld/de/ bzw. domain.tld/[Ländercode]/ dargestellt werden. Dazu gibts auch einen neuen Sprachenwechsler.
  • Globale Stylesheet-Variablen: In den Theme-Einstellungen können globale Variablen definiert werden, die in den CSS-Definitionen verwendet werdne können.
  • Verbessertes FAQ-Modul, insbesondere das Rechtesystem.
  • News-Archiv und News-Leser auf derselben Seite: Das ist eine super Sachen. Es müssen nun nicht zwei Seiten mit einem Archiv und einem Leser erstellt werden (man kann auch Überssicht und Detailseite dazu sagen), sondern es kann eine Seite für beides verwendet werden… klasse.
  • Das CSS-Framework kann nun auch im Backend in den Einstellungen deaktiviert werden.
  • Request-Token-System: Es gab immer wieder Probleme mit dem Request-System, wenn der Nutzer die Browser-Funktion “vor” bzw. “zurück” verwendet hat. Das Token ist nun für eine Session und nicht für ein Request gültig.
  • Einen Safemode für Contao: Third-Party-Er­wei­te­run­gen werden nicht geladen, wenn der Mode aktiv ist. Wird auch bei einer Contao-Aktualisierung verwendet, damit eventuell fehlerhafte Erweiterungen die Stabilität des Systems nicht beeinträchtigen.
  • Systemnachrichten: Es gibt ein paar neue Funktionen, um Systemmeldungen im Backend anzuzeigen.
  • Einen neuen Inserttag {{page}}

Ein Update von Contao 2.10 auf 2.11 funktionierte problemlos.

Einen Cron Manager unter Windows?

Heute war ich auf der Suche nach eine Lösung für einen Cron Manager unter Windows. Der ein oder andere kann jetzt mit dem Argument kommen, dass man ja mit den “geplanten Tasks”, “Aufgabenplanung”, “Task Scheduler” oder “Scheduled Tasks” (je nach Windows Version) gemacht werden kann – das ist natürlich richtig. Aber wie siehts mit einer Ausführungshistorie aus? – Ja, auch möglich, wenn man das aktiviert. Geht auch eine Email, falls der Job fehlschlägt? – Ja, auch das ist möglich, sofern der SMTP-Server korrekt konfiguriert ist. Jetzt die Preisfrage: Können auch andere Nutzer (Nicht-Administratoren) Jobs/Crons anlegen? …mhh… schwer? Oder wie wäre es mit einer Statusanzeige fürs Intranet? Ganz nützlich wäre auch das Ausführen von Cronjobs auf verschiedenen Servern, jedoch mit zentraler Administration. Wir sehen, an diesem Punkt stoßen wir mit den Windows Bordmitteln an Grenzen.

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Robots Meta Tag und X-Robot Tags

Der Titel klingt ja schon kriptisch, aber mal von vorne… über die Robots-Anweisungen lassen sich die “guten” Suchmaschinen bzw. dessen Crawler beeinflussen. Beispielsweise kann man bestimmte Seiten von der Indizierung ausschließen indem man im Wurzelverzeichnis einfach eine robots.txt anlegt und dort ein paar Regeln reinschreibt.

Beispiel:

disallow: [path]

Eine Auflistung aller Möglichkeiten findet sich auf der Seite Controlling Crawling and Indexing.

Außerdem gibts das ganze auch als Meta-Tag-Anweisung:

<meta name="robots" content="noindex" />

Schließlich kann man das ganze auch als HTTP-Header-Anweisung definieren:

X-Robots-Tag: noindex

In PHP kann dies einfach realisiert werden:

header('X-Robots-Tag: noindex');

Da der Google Crawler immer besser wird und mittlerweise auch URLs in Javascript folgt, ist diese Anweisung ggf. bei einem AJAX-Aufruf sinnvoll.

Conditional Commands mit Typo3 und TemplaVoila

Leider funktionieren Conditional Commands mit TemplaVoila nicht, da das abschließende HTML-Kommentar nicht ausgegeben wird. Beispiel:

<!--[if lt IE 9]><script src="..."></script><![endif]-->

Bis das funktioniert, löse ich das über eine TypoScript Anweisung:

page.headerData.100 = HTML
page.headerData.100.value = <!--[if lt IE 9]><script src="..."></script><![endif]-->

PHP Curl mit Proxy

Hier ein Snippet, wie man sich an einem Proxy über CURL authentifizieren kann:

$ch = curl_init();
curl_setopt($ch, CURLOPT_URL, 'http://www.foo.bar');
curl_setopt($ch, CURLOPT_HEADER, 1);
curl_setopt($ch, CURLOPT_RETURNTRANSFER, 1);
 
curl_setopt($ch, CURLOPT_PROXYAUTH, CURLAUTH_NTLM);
curl_setopt($ch, CURLOPT_PROXY, 'proxy:8080');    
curl_setopt($ch, CURLOPT_PROXYPORT, 8080);    
curl_setopt($ch, CURLOPT_PROXYUSERPWD, 'DOMÄNE\benutzer:password');    
 
curl_setopt($ch, CURLOPT_TIMEOUT, 20);
curl_setopt($ch, CURLOPT_CONNECTTIMEOUT, 20);
curl_setopt($ch, CURLOPT_REFERER, 'http://myreferer.de');
curl_setopt($ch, CURLOPT_USERAGENT, 'Mozilla...');
 
$result = curl_exec($ch);
$info = curl_getinfo($ch);
$error = curl_error($ch);
 
curl_close($ch);

 

Moduleinstellungen unter Contao

Während der Modulentwicklung kommt man schnell an den Punkt, wo man verschiedene Einstellungen zu einem Contao Modul hinterlegen möchte. Das kann eine Weiterleitungsseite sein, ein Text oder ein x-beliebiger Wert aus einem Auswahlfeld oder ähnliches. Jeder Eintrag in den Modulen einer “Theme” entspricht einem Datensatz in der Tabelle tl_module. Dort werden auch alle Einstellungen zu einem Modul hinterlegt.

Contao tl_module Tabelle

Auszug aus der Tabelle tl_module

Um eine dieser bestehenden Spalten in einem Modul nutzen zu können, muß man in der DCA eine Zeile ergänzen:

$GLOBALS['TL_DCA']['tl_module']['palettes']['mymodule'] = '{title_legend},name,headline,type,customLabel';

Schon steht im Modul ein einfaches Textfeld zur Verfügung. Da diese Einstellung bereits von Contao verwendet wird, gibt es bereits eine Felddefinition und eine Übersetzung für die Einstellung customLabel. Damit wir keine neue Spalte in der tl_module anlegen müssen, können wir das Feld für etwas anderes “mißbrauchen”. Ich will nur demonstrieren, wie man Änderungen vornehmen kann, die im Prinzip auch bei einem neuen Feld notwendig sind.

Die Übersetzung wird beispielsweise folgendermaßen gesetzt bzw. überschrieben:

$GLOBALS['TL_LANG']['tl_module']['customLabel']=array('View', 'Please select a view type.');

Den Feldtyp können wir folgendermaßen beeinflussen:

$GLOBALS['TL_DCA']['tl_module']['fields']['customLabel'] = array(
  'label' => &$GLOBALS['TL_LANG']['tl_module']['customLabel'],
  'inputType'  => 'select',
  'options'    => array(1=>'Overview', 2=>'Detail')
);

Somit haben wir jetzt folgendes im Backend erreicht:

Angepasstes Backend-Modul

Das angepasste Backend Modul mit neuem Feld

Eines sollte jedoch klar sein, wenn man bestehende Felddefinitionen verändert: Auch in den Modulen, in den die Einstellung bereits verwendet wird, kann unter Umständen die Veränderung greifen. Das wiederum hängt von der Reihenfolge ab, wie die Module abgearbeitet werden (alphabetisch).

Vollbild-Modus im Browser

Nachfolgend eine komplettes Beispiel mit jQuery und der neuen Fullscreen-API ein HTML-Element im Vollbild-Modus anzuzeigen. Funktioniert nur in den neusten Browser von Safari, Firefox und Chrome und sieht auch nur im Firefox gut aus… aber hier gehts einfach nur um die Funktion.

<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN"
  "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" xml:lang="en" lang="en">
<head>
  <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8" />
  <script type="text/javascript" src="jquery.js"></script>
  <style>
    .white {
      font-family:verdana;
      margin-top:200px;
    }
    .white div
    {
      background-color:white;
      width:50%;
      margin:auto;
      -moz-border-radius: 5px;
      border-radius: 5px;
      -moz-box-shadow: 5px 5px grey;
      -webkit-box-shadow: 5px 5px grey;
      box-shadow: 5px 5px grey;
      padding:25px;
    }
    .hidden {
      display:none;
    }
  </style>
</head>
<body>
 
<div id="fullscreen-container">
  <div>
    <div>
      Here is your Fullscreen!
    </div>
  </div>
</div>
<p>
  <a href="#" id="fullscreen-link">Show me fullscreen container...</a>
</p>
<script type="text/javascript">
//<![CDATA[
(function($) {
  $.fn.extend({
    fullscreen:function(params) {
      var conf = {};
      $.extend(conf, params);
      return $(this).each(function() {
          var e=$(params);
          var element=e[0];
          $(this).click(function() {
              e.removeClass('hidden');
            if(element.requestFullScreen) {
              element.requestFullScreen();
              jQuery(document).bind("fullscreenchange", function() {
                if(!document.fullScreen) e.addClass('hidden')
              });
            }
            else if (element.mozRequestFullScreen) {
              element.mozRequestFullScreen();
              jQuery(document).bind("mozfullscreenchange", function() {
              if(!document.mozFullScreen) e.addClass('hidden')
            });
            }
            else if (element.webkitRequestFullScreen) { 
              element.webkitRequestFullScreen();
              jQuery(document).bind("webkitfullscreenchange", function() {
                  if(!document.webkitIsFullScreen) e.addClass('hidden')
              });
            }
          });
      });
    }
  });
})(jQuery);
 
jQuery('#fullscreen-link').fullscreen('#fullscreen-container');
 
//]]>
</script>
</body>
</html>